Hamburg verändert sich rasant: Verdichtung, Neubauten, Großprojekte, die Science City Bahrenfeld – überall entsteht Neues. Doch gerade in dieser Zeit des Umbruchs brauchen die Menschen Orte, die Stabilität, Ruhe und Identität geben. Orte wie der historische Dahliengarten im Altonaer Volkspark. Die FDP-Fraktion Altona warnt jedoch eindringlich: Wenn der Bezirk weiter tatenlos bleibt, wird dieser einzigartige Rückzugsort am Ende Opfer der Flächenkonkurrenz.
„Wir krempeln die Stadt auf links – das ist richtig und notwendig“, sagt Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion Altona. „Aber wer inmitten all dieser Veränderungen die stillen Orte ignoriert, nimmt billigend in Kauf, dass sie verschwinden. Genau das passiert beim Dahliengarten. Er wird nicht entwickelt, er wird nicht geschützt – er wird schlicht liegengelassen. Diese Gleichgültigkeit dürfen wir uns nicht leisten.“
Die FDP kritisiert, dass der Bezirk bis heute keine belastbaren Daten, kein Konzept und keine Zukunftsstrategie für den Dahliengarten hat: keine Besucherstatistiken, keine Zielgruppenanalyse, keine Bildungskooperationen, kein Konzept. „Die Botschaft ist: Endlich gestalten, nicht nur verwalten. Stillstand ist keine Option. Stillstand ist Risiko. “, so Katarina Blume.
Der Druck ist enorm: Der Dahliengarten liegt mitten im zukünftigen Entwicklungsgebiet der Science City Bahrenfeld – hier wird zukünftig jede Fläche hart umkämpft. Hinzu kommen die Hamburger Olympiabewerbung und der damit verbundene potenzielle Flächenbedarf für Infrastruktur, Logistik und temporäre Anlagen. Wenn der Bezirk nicht erklären kann, welchen Wert der Dahliengarten für die Menschen hat, dann wird er in der Konkurrenz um städtebaulichen Verwertungsinteressen schlicht keine Stimme haben.
„Ohne Strategie und ohne Konzept geht man ungeschützt in eine Debatte, die längst begonnen hat.“, kritisiert Katarina Blume.
Die FDP sieht jedoch enormes Potenzial: Der Dahliengarten kann ein moderner Ort der Umweltbildung, ein Raum für Familien, ein Identitätsanker mitten in einer Stadt im Wandel sein.
Um den Garten dafür fit zu machen, fordert die Fraktion ein umfassendes Entwicklungskonzept „Dahliengarten 2035“, neue Bildungs- und Beteiligungsangebote, mehr Sichtbarkeit sowie die längst überfällige Nachholung der 100-Jahr-Feier als öffentliches Signal des Aufbruchs. Die langfristige Finanzierung müsse über die Umweltbehörde gesichert werden.
Katarina Blume abschließend: „Der Dahliengarten ist mehr als eine Grünfläche. Er ist ein ganz besonderer Ort, der die Seele streichelt– ein Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen und diesen Ort entschlossen in die Zukunft zu führen.“